Einige Kennziffern

 

Entwicklung der Feuerbestattung in Belgien

In Belgien gibt es 21 Krematorien auf dem gesamten Staatsgebiet. Zwei nahmen ihre Tätigkeit in diesem Jahr auf – dabei handelt es sich um Ostende (März) und Neufchâteau (April). Im Jahr 2021 haben diese gemeinsam 73.209 Feuerbestattungen durchgeführt. Im Vergleich zum Jahr 2020 verzeichnet Belgien einen Rückgang der Anzahl an Feuerbestattungen um 8,86 %. Dieser erhebliche Rückgang resultiert aus der Übersterblichkeit, die in unserem Land im Rahmen der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 herrschte. Vergleicht man die in diesem Jahr erfolgte Tätigkeit mit jener des Jahres 2019, stellt man einen Anstieg der Feuerbestattungen um 8,03 % fest.

 

 

Feuerbestattung in Belgien nach Region

 

Der nationale Rückgang um 8,86 % (N-2=+8,03%) verbirgt eine Entwicklung, die zwischen den Regionen stark schwankt. In der Flämischen Region geht die Anzahl der Feuerbestattungen um 7,24 % (N-2=+8,6 %), in der Wallonischen Region um 8,80 % (N-2=+11,5 %) und in Brüssel-Hauptstadt um 23,28 % (N-2=-9,36 %) zurück.

 

Belgien: Feuerbestattungen im Verhältnis zu den Sterbefällen

 

Seit 2012 ist die Feuerbestattung in Belgien jene Art der Bestattung, welche vom größten Teil der belgischen Bevölkerung in Anspruch genommen wird. Sie hat damit die traditionelle Beerdigung verdrängt. Auf Grundlage der Anzahl der registrierten Todesfälle in diesem Jahr fiel bei 65 % der Verstorbenen im Jahr 2021 die Wahl auf die Feuerbestattung. Dieser Prozentsatz steigt jedes Jahr an und zeigt damit die Bedeutung, die die Feuerbestattung in Belgien mittlerweile hat.



Feuerbestattungen und herkömmliche Beerdigungen im Jahr 2021


Die Quote der Feuerbestattungen von 65 % in unserem Land ist von Region zu Region sehr unterschiedlich, auch wenn dieser Unterschied jedes Jahr weiter zurückgeht. So beträgt sie in Flandern 75 %, in Brüssel 51 % und in der Wallonie 51 %. Erinnern wir uns: Vor knapp zehn Jahren, im Jahr 2011, betrug die Quote für Feuerbestattungen für unser Land 50 %. Sie lag dabei in Flandern bei 56 %, in Brüssel bei 67 % und in der Wallonie bei 28 %. Es ist festzustellen, dass während die Anzahl der Feuerbestattungen in den Regionen Flandern und Wallonie ansteigt, die Situation in Brüssel-Hauptstadt vollkommen anders aussieht.

 

Feuerbestattungen nach Region im Jahr 2021


Der Großteil der 73.209 Feuerbestattungen, die im Jahr 2021 in Belgien durchgeführt wurden, entfällt auf die Flämische Region (48.715, d. h. 66,5 %), gefolgt von der Wallonischen Region (19.932, d. h. 27 %) sowie schließlich Brüssel-Hauptstadt (4.562, d. h. 6,5 %).

 

Krematorien in Belgien im Jahr 2021


Zur Bedeutung: Unter 21 Krematorien, die auf das gesamte Staatsgebiet Belgiens verteilt sind, nimmt unser Lütticher Standort landesweit den neunten Platz mit 5,19 % aller in Belgien durchgeführten Feuerbestattungen ein. Er bleibt damit das führende Krematorium der Wallonie. Unser Feuerbestattungszentrum in Welkenraedt hat 2,37 % der Feuerbestattungen des Landes durchgeführt und liegt auf dem 19. Platz. Zu Beginn wurden an unserem neuen Standort in Neufchâteau 499 Feuerbestattungen durchgeführt (vom 21. April bis zum 31. Dezember). Gemeinsam haben unsere drei Feuerbestattungszentren 6.030 Feuerbestattungen durchgeführt, was 8,24 % der Feuerbestattungen Belgiens sowie 30,25 % der in der Wallonie erfolgten Feuerbestattungen ausmacht.

 

 

Entwicklung der Feuerbestattung bei Neomansio

 

Unsere Krematorien in Lüttich, Welkenraedt und Neufchâteau führten im Jahr 2021 insgesamt 6.030 Feuerbestattungen durch, was einem Rückgang von 7,88 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht, d. h. 516 Feuerbestattungen weniger (N-2=+15,43 %, d. h. 806 Feuerbestattungen mehr). Unser Lütticher Krematorium führte 3.797 Feuerbestattungen durch. Seine Tätigkeit ging um 15,38 %, also 690 Feuerbestattungen, zurück. Auch am Standort Welkenraedt kam es zu einem Rückgang von 15,78 %, was einem Minus von 325 Feuerbestattungen entspricht. Insgesamt kommt der Standort auf 1.734 Feuerbestattungen. Das Feuerbestattungszentrum Neufchâteau, das seinen Betrieb am 21. April aufnahm, verbuchte 499 Feuerbestattungen, was zeigt, dass die angestellte Prognose von 700 Feuerbestattungen pro Jahr erreicht zu werden scheint.

Um die tatsächliche Entwicklung unserer beiden Standorte in Lüttich und Welkenraedt genauer zu bestimmen, muss die in diesem Jahr durchgeführte Tätigkeit eher mit den Zahlen von 2018 verglichen werden (zur Erinnerung: im Jahr 2019 haben wir zwei Verbrennungseinheiten ausgetauscht, wodurch sich die Tätigkeit in Lüttich, welche nach Welkenraedt verlegt wurde, verringert hat, und im Jahr 2020 kam es zu einer Zunahme der Feuerbestattungen infolge von Covid-19). Dieser Vergleich zeigt, dass das Feuerbestattungszentrum Lüttich einen Anstieg um 4,37 % (+159 Feuerbestattungen) verzeichnet und Welkenraedt um 3,83 % (+64 Feuerbestattungen) zulegt.

 

 

Herkunft der Verstorbenen im Jahr 2021

Von 6.030 Feuerbestattungen, die im Jahr 2021 von Neomansio durchgeführt wurden, handelte es sich bei 5.283 d. h. bei 87,61 % um Personen, die zum Zeitpunkt ihres Versterbens ihren Wohnsitz in der Provinz Lüttich hatten. 532 hatten ihren Wohnsitz in der Provinz Luxemburg (8,82 %), 29 in der Provinz Namur, 18 in der Provinz Limburg, 12 in der Provinz Hennegau, 12 in Brüssel, 4 in der Provinz Flämisch-Brabant, 3 in der Provinz Wallonisch-Brabant, 3 in der Provinz Westflandern, 71 in Deutschland, 34 in Frankreich, 12 im Großherzogtum Luxemburg, 8 in anderen Ländern und 9 waren ohne festen Wohnsitz. Diese Zahlen zeigen, dass unsere Tätigkeit im Wesentlichen auf die Provinz Lüttich konzentriert bleibt, wobei es einen deutlichen Anstieg für die Verstorbenen mit Herkunft aus der Provinz Luxemburg gibt. Die Verstorbenen aus Partnergemeinden unserer Gesellschaft machen 80,09 % all unserer Feuerbestattungen aus. Diese Zahl nimmt seit der Eröffnung des Feuerbestattungszentrums in Neufchâteau ab.



Herkunft der Verstorbenen nach Bezirken im Jahr 2021

Die Verstorbenen, deren Feuerbestattung in unseren Feuerbestattungszentren durchgeführt wird, kommen aus dem Bezirk Lüttich (56 %, d. h. 3.388), aus dem Bezirk Verviers (25 %, d. h. 1.480), aus dem Bezirk Waremme (4 %, d. h. 257), aus dem Bezirk Huy (3 %, d. h. 158), aus dem Bezirk Bastogne (2 %, d. h. 139), aus dem Bezirk Neufchâteau (2 %, d. h.133), aus dem Bezirk Virton (2 %, d. h. 121), aus dem Bezirk Arlon (2 %, d. h. 119) sowie aus anderen Bezirken oder Ländern, die weniger stark vertreten sind (4 %, d. h. 235). Vergleichen wir diese Zahlen mit den vergangenen Jahren, so stellen wir fest, dass sich eine andere Verteilung etabliert und dass sich unser geografischer Bereich logischerweise in den Süden Belgiens erweitert.

 

 

Bestimmungsort der Asche im Jahr 2021

Die Entscheidung, was mit der Asche geschieht, hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Dies ist unter anderem auf verschiedene Gesetzesänderungen und damit verbundene neue Auswahlmöglichkeiten und Mentalitätsveränderungen zurückzuführen. So bleibt in diesem Jahr bei unseren beiden Standorten in Lüttich, Welkenraedt und Neufchâteau die Verstreuung der Asche (2.670, d. h. 44 %) die häufigste Variante, gefolgt von der Beerdigung (1.213, d. h. 20 %), der Platzierung der Urne im Kolumbarium (1.124, d. h. 19 %) und schließlich der Mitnahme auf Privatgrundstücke (983, d. h. 16 %). Vor mehr als 20 Jahren machte die Verstreuung 69 % aus, 20 % entfielen auf die Beerdigung und 11 % auf die Platzierung im Kolumbarium. ZU diesem Zeitpunkt war die Mitnahme auf Privatgrundstücke noch nicht gestattet.

Außerdem stellen wir fest, dass die Praktiken zwischen den Feuerbestattungszentren stark abweichen: Während sich in Lüttich die Mehrheit weiterhin für die Verstreuung entscheidet (51 %), macht diese in Welkenraedt und Neufchâteau nur 35 % bzw. 28 % aus. An den beiden letztgenannten Standorten scheint der Trend in Richtung einer gegenständlichen Grabstätte (Beerdigung, Kolumbarium oder Mitnahme zur Bestattung auf einem Privatgrundstück) zu gehen.

 

Seit nun schon einigen Jahren ist es auch möglich, dass der gesetzliche Lebenspartner sowie die Verwandten oder Verschwägerten ersten Grades einen symbolischen Teil der Asche erhalten.

In diesem Jahr wurde dieses Verfahren bei 920 Verstorbenen, d. h. bei 15,26 % angewendet.